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Schachspezial
Schach-ABC

Schach – ABC

Anziehender
Weiß eröffnet jede Schachpartie.

Das ist ein kleiner Vorteil gegenüber Schwarz.

Der Nachziehende muss nun überlegen, welche Folge dieser erste Zug für den weiteren Spielverlauf hat.

Aufstellung
Jede Schachfigur hat einen festen Platz auf dem Schachbrett.

Erst wenn alle Figuren aufgestellt sind, kann Weiß die Partie mit dem ersten Zug beginnen.

 

Bauern
Die Bauern ziehen auf dem Schachbrett jeder nur ein Feld vorwärts. Es gibt eine Ausnahme: Beim ersten Zug darf ein Bauer zwei Felder vorgehen. Die zweite Besonderheit der Bauern liegt darin, dass sie ihre Gegner nur schräg schlagen. Wenn ein Bauer es schafft, auf die gegenüberliegende gegnerische Grundlinie zu ziehen, kann er sich – außer in einen König – in jede andere Figur verwandeln und damit ihre Spielmöglichkeiten nutzen. Diese Spielart nennt man Umwandlung. So kann es vorkommen, dass dem schwarzen König plötzlich zwei weiße Damen gegenüberstehen.

Bauernumwandlung
Gelangt ein Bauer auf die Grundlinie des Gegners, wird er sofort in eine Dame, einen Läufer, ein Pferd oder einen Turm verwandelt. Schließlich müssen Mut und Ausdauer belohnt werden. Meistens verwandelt er sich in eine vornehme Dame. Dann spielen die Damen im Doppelpack.

Berühren heißt Zug führen!
Hat man eine Spielfigur berührt, muss man mit ihr einen Spielzug machen.

Blitzpartie
Jeder Spieler hat 15 Minuten Zeit, um sich seinen nächsten Spielzug zu überlegen. Die Bedenkzeit kann auch auf 3 oder 30 Minuten vor der Partie von den Spielern festgelegt werden.

Computerschach
Ein Spieler spielt mit einem Schachprogramm gegen den Computer.

Dame
Eine Dame kann in jede Richtung gerade oder schräg gezogen werden.
Dadurch hat sie die meisten Zugmöglichkeiten auf dem Schachbrett.
Ob sie ein Feld zieht oder acht, hängt auch bei ihr von den anderen Figuren ab. Gegnerische Figuren kann sie schlagen, vor den eigenen bleibt sie stehen.

Decken
Eine Spielfigur wird durch eine Figur gleicher Farbe vor einem Angriff geschützt oder verteidigt.

Diagonale
Die Diagonalen auf dem Schachbrett sind immer schwarz oder weiß. Das heißt, der Läufer zieht schräg über das Schachbrett.

Doppelangriff
Eine Figur bedroht gleichzeitig zwei gegnerische Figuren.

Doppelbauer Doppelbauer
Stehen zwei Bauern einer Farbe auf einer Linie, nennt man sie Doppelbauer. Ein Doppelbauer entsteht, wenn ein Bauer einen gegnerischen Bauer schlägt und vor einem eigenen Bauern zum Stehen kommt. Der vordere Bauer steht dem hinteren dann allerdings im Weg.

En passant
Die Bauern dürfen beim ersten Zug zwei Felder vorrücken. Steht ein Bauer nach einem solchen Zug neben einem gegnerischen Bauern, kann er von diesem geschlagen werden. Der gegnerische Bauer schlägt ihn en passant, das heißt im Vorübergehen. Er zieht schräg oben auf das Feld über dem armen Bäuerlein und fegt ihn im Vorbeigehen vom Platz. Damit wird der Vorteil der 2-Felder-Regel abgeschwächt.

Endspiel
Eine Schachpartie entwickelt sich in drei Abschnitten: Eröffnung – Mittelspiel – Endspiel. Im Endspiel befinden sich nur noch wenige Figuren auf dem Schachbrett. Das verschafft zum Beispiel den Bauern Platz, um auf die gegenüberliegende Seite zu marschieren. Dort kommt es zur Umwandlung.

Eröffnung
Die ersten 10 bis 20 Spielzüge stellen die Eröffnung einer Schachpartie dar. Sie sind ganz entscheidend für den Spielverlauf.

Figur
Figur ist eine Kurzform für eine Schach- oder Spielfigur auf dem Schachbrett. Statt Figur sagt man auch Stein. Streng genommen wird ein Bauer nicht als Figur bezeichnet.

Fluchtfeld
Das Fluchtfeld ist das Feld auf dem Schachbrett, auf das eine bedrohte Figur zieht, um nicht geschlagen zu werden.

Gabel
Gabel ist eine andere Bezeichnung für den Doppelangriff.

Großmeister
Großmeister ist der Titel für den Weltmeister im Schach.

Grundreihe oder Grundlinie
Die Grundreihe oder Grundlinie ist für Weiß die erste Reihe und für Schwarz die achte Reihe auf dem Schachbrett.

Grundstellung
Grundstellung ist eine andere Bezeichnung für die Aufstellung der Schachfiguren.

Hängepartie
Bei einer Hängepartie wird eine Partie unterbrochen und erst am nächsten Tag fortgesetzt.

Internetschach
Im Internet kann man online eine Partie Schach gegen ein Schachprogramm spielen.

J’adoube
J’ adoube (sprich dscha doop) sagt ein Spieler, bevor er eine Figur auf einem Feld richtig hinstellt. Statt des französischen j’adoube sagt man auch: „Ich rücke zurecht“. Ohne diese Ansage gilt die Berührt-Geführt-Regel.

Kiebitz
Der Kiebitz ist ein Vogel. Im Schach wird ein Zuschauer als Kiebitz bezeichnet. Zuschauer müssen sich während einer Partie mucksmäuschenstill verhalten, um die Spieler nicht zu stören. Das ist eine Schachregel. Wer sich nicht an die Regel hält, fliegt raus!

König König
Der König darf in alle Richtungen jeweils nur ein Feld vorrücken. Gegnerische Figuren kann er schlagen. Ist ein Feld von einer eigenen Figur besetzt, ist es für ihn tabu. Außerdem darf sich der König niemals auf ein Feld begeben, auf dem er dann von einer gegnerischen Figur bedroht wird. Damit würde er sich selbst ins Schach setzen und könnte mit dem nächsten Zug des Gegners geschlagen werden.Daher gilt auch:
Treffen die beiden Könige aufeinander, dürfen sie nicht nebeneinanderstehen. Zwischen ihnen ist immer ein drei Felder breiter Graben. Ein König bleibt bis zum Schluss einer Schachpartie auf dem Spielbrett. Wenn er sich nicht mehr auf dem Schachbrett bewegen kann, ist er schachmatt. Die Partie ist beendet.

Den König kippen
Kippt der König auf dem Feld, der Gegner ihn für geschlagen hält.
Ein umgekippter König zeigt an, dass er die Partie verloren hat.

Königin
Königin ist eine andere Bezeichnung für die Dame als Schachfigur.

Läufer Läufer
Ein Läufer zieht immer diagonal in alle Richtungen. Die Läufer einer Farbe können sich niemals gegenseitig im Weg stehen, denn sie werden auf einer weißen oder schwarzen Diagonale gezogen. Ein Läufer kann ein bis acht Felder ziehen. Er kann gegnerische Figuren schlagen, vor den eignen bleibt er stehen.

Linie
Die Reihen auf einem Schachbrett sind von links nach rechts mit den Buchstaben a bis h gekennzeichnet. Die Linien tragen die Zahlen 1 bis 8. So hat jedes Feld eine eigene und damit eindeutige Bezeichnung.

Matt
Das Wörtchen matt ist die Kurzform für schachmatt. Das Spiel ist damit beendet.

Mittelbauern
Bauern, die in der Mitte des Schachbretts gerückt werden, nennt man Mittelbauern. Die weißen Bauern können im ersten Zug auf d4 und e4 ziehen, während die schwarzen Bauern auf d5 und e5 vorrücken können. Sie schaffen damit Platz für die Damen und die Läufer.

Mittelspiel
Das Mittelspiel ist in einer Partie der zweite Abschnitt. Nach der Eröffnung haben die Schachfiguren ihre Grundstellungen verlassen. Nun wird angegriffen, getäuscht und verteidigt, was die kleinen grauen Hirnzellen hergeben.

Notation
Die Notation beschreibt in verkürzter Form die Spielzüge einer Partie. Die Kennzeichnung der Felder spielt dabei eine wichtige Rolle:
c2-c3 ist schneller aufgeschrieben als „Bauer vom Feld c2 auf das Feld c3“. Für den König, die Dame, die Läufer, Springer und Türme werden die jeweiligen Anfangsbuchstaben gesetzt. Sb1 – c3 bedeutet, der Springer zieht vom Feld b1 auf das Feld c3. Würde der Springer auf diesem Feld eine andere Figur schlagen, wird notiert: Sb1 x c3. Ein Schachgebot wird mit +, schachmatt mit ++ oder # dargestellt.

Opposition Opposition
Könige, die sich Auge in Auge – mit nur einem Feld Abstand – gegenüberstehen, befinden sich in der Opposition.

Patt
Ein Patt entsteht, wenn sich ein König mit seinem nächsten Zug selbst ins Schach setzen würde. Die Schachpartie endet unentschieden.

Pferd
Ein Pferd kann als einzige Figur über alle anderen Figuren hinwegspringen. Daher trägt diese Spielfigur auch den Namen Springer. Das Pferd wird immer erst ein Feld in jede Richtung gezogen und dann ein Feld schräg.

Quadrobauern
… sind eine Erfindung von Kidswebbi. Aber wer weiß, vielleicht können in einer Partie tatsächlich vier Bauern einer Farbe in einer Reihe stehen? Probiere es aus!

Reihe
Die Reihen auf einem Schachbrett sind von links nach rechts mit den Buchstaben a bis h gekennzeichnet. Die Linien tragen die Zahlen 1 bis 8. Jedes Feld hat damit eine eigene und damit eindeutige Bezeichnung.

Remis
Im Schach nennt man ein Unentschieden Remis. Beim Remis sind beide Könige damit einverstanden, das Spiel zu beenden.Oder jede Seite hat schon 50 Züge gemacht, ohne dass ein Bauer bewegt oder eine Figur geschlagen wurde. Auch das ist ein Remis.

Rochade
Die Rochade ist ein Spielzug. Der König rückt zwei Felder nach links oder rechts. Der Turm auf der vom König gewählten Seite „springt“ dann über seine Majestät hinweg und stellt sich auf das Feld neben ihm.
Aber es müssen vier Bedingungen für diesen „Trick“ erfüllt sein:

  1. Weder Türme noch der König wurden zuvor bewegt.
  2. Zwischen Turm und König stehen keine andere Figuren.
  3. Der König darf nicht im Schach stehen.
  4. Während des Tauschs darf der König nicht über ein Feld ziehen, auf dem er ins Schach geraten könnte.

Kurze Rochade
Der Turm rechts vom König zieht zwei Felder nach links.

Lange Rochade
Der Turm links vom König zieht drei Felder nach rechts.

Schach und schachmatt
Ein König steht im Schach, wenn er mit dem nächsten Spielzug geschlagen werden könnte. Er hat jetzt drei Möglichkeiten:

  1. Er flieht auf ein unbesetztes Feld, auf dem er nicht geschlagen werden kann.
  2. Die Figur, die den König bedroht, wird geschlagen.
  3. Aus dem Hofstaat des bedrohten Königs stellt sich eine Figur zwischen König und Angreifer.

Gelingt weder die Flucht noch die Rettung, ist der König mattgesetzt. Man sagt auch schachmatt. Er hat damit das Spiel verloren!

Schachbrett Schachbrett
Das Schachbrett besteht aus insgesamt 64 Quadraten, Kästchen oder Feldern. In einer Reihe liegen acht Kästchen nebeneinander, die abwechselnd schwarz oder weiß sind. Acht solcher Reihen sind in einer Linie hoch gestapelt: 8 x 8 = 64! Die waagerechten Karofelder nennt man Reihen, die senkrechten Linien. Die Diagonalen auf dem Schachbrett sind schwarz oder weiß. Es gibt übrigens Schachbretter auch in anderen Farben als schwarz und weiß. Hauptsache es bleibt alles klaro auf dem Karo!

Schachgebot
Eine Figur, die den König schlagen kann, bietet Schach.

Springer
Springer ist ein andere Bezeichnung für das Pferd als Schachfigur.

Springerrad
Ein Springer kann acht verschiedene Felder besetzen. Diese Zugmöglichkeiten ähneln einem Rad. Es wird das Springerrad genannt.
Steht auf einem dieser Felder eine gegnerische Figur, kann der Springer sie schlagen. Auf Felder, die von eigenen Figuren besetzt sind, kann der Springer nicht springen. Damit die Spielmöglichkeiten des Springers gut genutzt werden, sollte er nicht in einer Ecke oder am Rand stehen.

Turm
Ein Turm kann nur in einer Reihe oder in einer Linie gezogen werden.
Das heißt vorwärts und rückwärts, nach links und rechts, aber niemals schräg oder über eine andere Figur springend. Gegnerische Figuren kann er schlagen, vor eigenen Figuren bleibt er stehen. Ob er ein Feld zieht oder acht, hängt von Figuren auf seinem Weg ab.

Umwandlung
Mit Umwandlung ist die Bauernumwandlung gemeint.

Unentschieden
Ein Spielende ohne Sieger nennt man im Schach Remis.

Verteidigung
Von einer Verteidigung spricht man, wenn eine Bedrohung abgewehrt wird. Im Schach kann das bedeuten, dass man eine Figur opfern oder einen ungünstigen Zug machen muss.

Figuren haben Punkte Wert oder Figurenwert
Figuren haben Werte, mit denen man feststellen kann, ob ein Spiel unentschieden ausgeht. Ein Bauer ist einen Punkt wert. Für Pferde und Läufer gibt es jeweils 3 Punkte. Ein Turm bringt 5 Punkte, eine Dame 9 Punkte ein. Der König ist so wertvoll, dass man ihn nicht messen kann. Zu Beginn einer Partie hat jeder Spieler 39 Punkte. Mit jedem Rauswurf einer Figur wird das Punktekonto kleiner.

Xiangqi
Xiangqi ist die chinesische Form des Schachspiels. Es wird auf einem 10 x 9 Felder großen Spielbrett gespielt. Die Aufstellung und die Spielmöglichkeiten der Steine sind ebenfalls andere.

Yeti und Yak
spielen am Himalaja Bagh Chal. Das ist ein altes Brettspiel aus Nepal.
Auch in diesem Spiel geht darum, die Spielfiguren geschickt zu setzen.

Zentrum
Die Mitte des Schachbrett liegt in den Feldern d4, e4, d5 und e5. Es ist wichtig, Springer, Läufer und die Dame möglichst über das Zentrum zu spielen. Von dort aus haben sie die meisten Möglichkeiten.

 

Und von hier aus wieder zum Schach-Spezial!

Text: Nicole Potthoff

       
 
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