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Punkt für Punkt ein Glückskäfer – die Marienkäferchen
Sieben schwarze Punkte schmücken die roten Deckflügel des beliebten Marienkäfers mit dem klangvollen Namen Coccinella septempuncta. Drei Punkte auf jedem Flügel und ein Punkt genau auf der Flügelnaht. |
Der Anzahl der Punkte verdankt der kleine Blattlausjäger den Namen Siebenpunkt.
Dabei gehören zur Familie der Marienkäfer weltweit über 5.000 weitere Arten, wie der Zweipunkt, der Vierzehn- oder sogar Zweiundzwanzigpunkt.
Die Farben ihrer Deckflügel reichen von einem leuchtenden Gelb, über ein Rot-Orange bis zum satten Rot des Siebenpunkts und dem Tiefschwarz einiger anderer Arten.
Nicht alle Marienkäfer haben Flecken oder Punkte. Wenn die Flügel und der Halsschild eine Zeichnung haben, kann diese auch gelb oder rot ausfallen.
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Für Schlauwebbis
Anhand der Punktzahl auf den Deckflügeln eines Marienkäfer kann man höchstens seine Zugehörigkeit zu einer Art bestimmen. Aber auch das ist bei einigen Arten nicht einfach, wenn es viele Abwandlungen gibt wie bei den Asiatischen Marienkäfern. Mit dem Alter des Käfers haben sie jedenfalls nichts zu tun, denn Marienkäfer leben höchstens ein Jahr lang. |
In Deutschland wurden bisher 70 bis 80 verschiedene Arten von Marienkäfern gefunden und beschrieben. Der beliebteste Marienkäfer unter ihnen ist der Siebenpunkt, der häufig in Gärten und Parkanlagen anzutreffen ist. Mit einer Körperlänge von bis zu 8 mm gehört er schon zu den größeren Käfern seiner Familie. Lediglich der in Mitteleuropa lebende Augen-Marienkäfer erreicht eine Körperlänge von über 10 mm. Man kann ihn gut an seinem gelben oder schwarzen Halsschild mit der schwarzen Zeichnung erkennen, die an ein großes W erinnert. Seine zehn schwarzen Punkte haben einen hellen Rand.
Für Schlauwebbis
Unser heimische Marienkäfer hat vor einigen Jahren Besuch von seinen fernöstlichen Verwandten bekommen, dem Asiatischen Marienkäfer, der als Schädlingsbekämpfer geholt und hier gezüchtet wurde. Mittlerweile ist daraus ein Daueraufenthalt geworden, dessen Folgen für unsere Pflanzen- und Tierwelt noch nicht absehbar sind. Der Asiatische oder Harlekin Marienkäfer frisst nämlich nicht nur Blattläuse & Co., sondern auch die Larven unserer Marienkäferarten und andere weichhäutige Insekten. Das Aussehen dieser Käfer ist sehr vielfältig, so soll es 120 verschiedene Abwandlungen geben. |
Im Volksmund wird der Siebenpunkt unter anderem Sonnenkäfer, Sonnenkälbchen oder Herrgottspferdchen genannt. Ihm werden seit jeher besondere Eigenschaften nachgesagt. Zum Beispiel als Glücksbringer: Lässt sich der Mariechenkäfer auf deinem Arm oder auf deiner Kleidung nieder, soll es dir Glück bringen. Als Sonnenkäfer bringt er gutes Wetter. Und das geht so: Du setzt einen Marienkäfer auf deinen Finger, sagst das Sprüchlein „Sonnenkäfer, flieg’ übers Haus, dann lacht die Sonne uns morgen aus“ so lange auf, bis der Käfer wegfliegt. Ob das Zahnweh allerdings verschwindet, wenn man das Krabbeltierchen in den Mund nimmt und es seinen übel riechenden und scharfen Saft abgibt, möchte Kidswebbi lieber nicht ausprobieren.
Für Schlauwebbis
Sobald sich der Marienkäfer bedroht fühlt, zieht er seine Beinchen unter dem Körper ein und lässt einen giftigen, übel riechenden, gelben Saft aus seinen Körperseiten quillen. Im Tier- und Pflanzenreich beherrschen einige Arten diese Form der Abwehr. Beim Marienkäfer, dem Öl- und dem Weichkäfer spricht man vom sogenannten Reflexbluten oder Wehrsekret. Es wird von Drüsen aus den Unter- und Oberschenkeln abgesondert. Der Bombardierkäfer verbreitet hingegen explosionsartig stinkende Gase aus einer Drüse an seinem Hinterleib. |
Eine Eigenschaft des Krabbelkäfers steht jedenfalls fest und wird erfolgreich genutzt: Der Marienkäfer ist ein meisterlicher Schädlingsbekämpfer. Denn sowohl die bläulich-grauen, mit roten Punkten besprenkelten Larven als auch die erwachsenen Marienkäfer sind mit bis zu 150 verspeisten Schädlingen am Tag wahre Blatt- und Schildlausvertilger. Das erleichtert die befallenen Pflanzen und freut besonders die Gärtner.
Wie alle Angehörigen der Ordnung Käfer macht der Marienkäfer von seiner Geburt bis zum ausgewachsenen Insekt eine vollständige Verwandlung durch. Geschickterweise legt das Marienkäferweibchen seine 200 bis 300 Eier auf einer Pflanze ab, die bereits von Blattläusen befallen ist. Damit beginnt das Leben der Larve mit einer vollen Speisekammer. Nachdem sich die Raupe drei Mal gehäutet hat, verpuppt sie sich. Ein bis zwei Monate nach der Eiablage schlüpft Ende Mai ein junger Marienkäfer aus dem Kokon.
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