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Käfer-Spezial
Käfer

Kribbel, krabbel, Käfer & Co.

1,2 Millionen verschiedene Arten von Insekten sind bis lang auf der Erde entdeckt und von Biologen beschrieben worden. Seit dem Erdmittelalter kreuchen und fleuchen Insekten über die Erdkugel, sehr viel länger also als der Mensch und lange vor den Dinos.

80 % aller lebenden Tiere auf der Welt sind Kerbtiere. Sie besitzen sechs Beine und ein hartes Außenskelett aus Chitin, das ihre inneren Organe schützt.

Der Körper eines Insekts besteht aus drei Teilen: dem Kopf mit den Augen, Fühlern und Kiefern; dem Brustteil mit den Flügeln und Beinen; und dem Hinterleib mit den Organen. 

Käfer sind eine ganz besondere Art von Insekten. Sie haben zwei harte Flügel, unter denen die fast durchsichtigen Hautflügel geschützt liegen. Die etwa 400.000 verschiedenen Käferarten auf unserem Globus stellen die größte Gruppe der Insekten. Die zweitgrößte Gruppe bilden die Wespen, Bienen und Ameisen.
Käfer zerbeißen mit ihren Mundwerkzeugen die Nahrung. Je nachdem, ob die Käferart zu den Pflanzenfressern oder Räubern gehört, besteht die Nahrung aus Pflanzen, Pilzen oder anderen Insekten. Der Gelbrandkäfer frisst sogar kleine Fische, Fischlaich und Kaulquappen. Auf unseren hiesigen Wiesen, Feldern und in den Wäldern krabbeln und fliegen allerhand Käfer mit so schönen Namen wie Goldhenne, Heiliger Pillendreher oder Buchdrucker. Der Totengräber ist so etwas wie die Gesundheitspolizei in der Natur. Dieser Käfer vergräbt kleine, tote Tiere im Boden und nutzt den toten Körper als Kinderstube für seinen Nachwuchs.
Neben nützlichen Käfern wie dem Marienkäferchen gibt es jedoch eine ganze Reihe von Käferarten, die große Schäden anrichten. Zu ihnen gehören unter anderem der Kartoffelkäfer und der Maikäfer. Glühwürmchen, die ebenfalls zur großen Käferfamilie gehören, leuchten in der Dunkelheit mit einem Organ, das an der Unterseite ihres Hinterleibs liegt. Damit können sie kaltes Licht erzeugen, wie kleine LED-Lämpchen. Allerdings leuchten die Käfer nur in der Paarungszeit im Frühsommer.

Insekten riechen, hören und fühlen über feinste Härchen, mit denen ihre Körper bedeckt sind. Diese Härchen sind mit dem Nervensystem der Tiere verbunden.
So können sie kleinste Luftbewegungen, Bodenvibrationen oder Geräusche wahrnehmen. Bei Käfern liegen auf den Fühlerenden Riechzellen. Durch die Verzweigung der Fühler wird der Geruchssinn sogar noch verstärkt.
Nashornkäfer, Dungkäfer und Hirschkäfer & Co. sind mit Hörnern, den Mandibeln, ausgerüstet, die sie als Werkzeug oder Waffe einsetzen.

Insekten atmen Sauerstoff nicht über eine Lunge, wie es die Säugetiere tun, sondern über ein ausgeklügeltes Röhrensystem in ihrem Körper, den sogenannten Tracheen. Durch Atemöffnungen an ihren Körperoberflächen, den Stigmen, werden die Gase Sauerstoff und Kohlendioxid ständig ausgetauscht. Bei einem erhöhten Bedarf an Sauerstoff kann ein Insekt das Gas durch die Stigmen regelrecht in das Tracheennetz „pumpen“. Und genau das macht der Maikäfer, bevor er losfliegt. Während des Fluges stößt er die Luft ruckartig ein und aus, dadurch hört er sich wie ein kleines surrendes Modellflugzeug an.

Der Nachwuchs der Käfer verwandelt sich von einem kleinen Ei, zu einer Larve, die ganz anders lebt und aussieht als das erwachsene Insekt. Einige Arten legen nur wenige, andere hingegen Tausende von Eiern in den unterschiedlichsten Niststätten ab.

Für Schlauwebbis
Die Umwandlung vom Ei, über das Larven- und Puppenstadium zum ausgewachsenen Tier nennt man Metamorphose. Nicht nur viele Insekten kommen so auf die Welt, sondern auch Amphibien, Weich- und Krustentiere wie die Krebse Stachelhäuter wie die Seesterne durchlaufen eine solche Verwandlung. Wenn sich die Larve eines Insekts und das erwachsene Tier im Aussehen und in der Lebensweise völlig voneinander unterscheiden, spricht man von einer vollkommenen oder vollständigen Metamorphose. Wenn das erwachsene Insekt bereits in der Kinderstube als Miniausgabe erkennbar ist, findet ein allmählicher Wandel bzw. eine unvollständige Metamorphose statt.

Insektenlarven werden auch Raupe, Made, Nymphe oder Engerling genannt. In ihrer Jugendzeit leben sie auf oder unter der Erde, wie zum Beispiel der Engerling, die Larve des Maikäfers. Egal ob sich die Larven vegetarisch ernähren oder auf der Jagd nach anderem Kleinstgetier sind, eines haben alle Larven gemeinsam: ihren unglaublichen Hunger. Wenn sie den stillen können, wachsen sie sehr schnell. Das hat zur Folge, dass sie sich im Laufe ihrer Jugendzeit mehrfach häuten, weil ihnen ihre alte Körperhülle zu eng geworden ist.  Die Gefräßigkeit der Larven hat einen Grund: Im nächsten Entwicklungsschritt verpuppen sie sich und damit beginnt eine Ruhezeit, in der sie keine Nahrung aufnehmen. Dies geschieht aber nur bei den Tierarten, die eine vollkommene Umwandlung von der Larve zum erwachsenen Insekt durchmachen. Bei den meisten Kerbtieren spinnen sich die Larven mit einem Seidenfaden so lange ein, bis sie in einer festen Hülle stecken, dem Kokon. In einem Kokon finden ungeheuerliche Dinge statt: Die Gestalt und die Organe der Larve werden umgebildet und umgeformt, bis am Ende des Puppenstadiums das erwachsene Tier aus der Hülle schlüpft. Bei manchen Arten dauert dieser Vorgang ein paar Wochen, bei anderen einen ganzen Winter lang.

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