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IGel beim Arzt
Seit 1998 gibt es für Menschen, die in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind „Individuelle Gesundheitsleistungen“ – kurz IGel. Damit sind Behandlungen und Beratungen eines Arztes gemeint, die der Patient aus eigener Tasche zahlen muss. Normalerweise übernimmt die Krankenversicherung die Kosten eines Arztbesuchs und die Behandlung. |
Die Versicherung zahlt die Arzt- und Apothekerrechnungen aus einem großen Finanztopf, in den viele Versicherte und Arbeitgeber jeden Monat einzahlen. Mittlerweile gibt es aber viele verschiedene Untersuchungsmethoden, die nicht für alle Menschen sinnvoll sind.
Damit der Finanztopf auch weiterhin für die Mehrheit aller Versicherten ausreicht, hat man die IGel erfunden. Damit soll der einzelne Patient entscheiden, welche Behandlung für seine Gesundheit wichtig ist und diese dann selbst zahlen. Wie du dich – ganz ohne IGel - fit und gesund halten kannst, erfährst du in unserem Gesundheits-Spezial.
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Igel auf dem Schachbrett
Im Schach gibt es während im Mittelspiel die Möglichkeit seine Bauern als „Igel“ aufzustellen. Da Weiß die Partie eröffnet, hat eher Schwarz im Spielverlauf die Möglichkeit sich „einzuigeln“. Das klingt nach Schutz und Verteidigung, dahinter steckt aber folgende Idee: Abwarten und aus der Igeldeckung angreifen, wenn Weiß einen Fehler macht.
Einen weißen Igel sieht man nicht nur in der Natur sehr selten, sondern auch auf dem Schachbrett – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Weiß hat mit dem ersten Zug den Vorteil, sofort anzugreifen. Dieser erste Zug kann spielbestimmend sein, denn Schwarz muss seinen folgenden Zug danach ausrichten. Warum sollte Weiß ohne Grund auf diesen Vorteil verzichten? Selbst die Igelstellung der schwarzen Bauern erfordert vom Schachspieler einige Übung.
Wenn du noch kein Großmeister bist oder das königliche Spiel jetzt erlernen möchtest, hilft dir unser Kinder-Schach-Spezial.
Igel auf dem Kopf
Der Igel auf dem Kopf ist ein haariger Geselle. Man nennt ihn Meckifrisur oder Stiftelschnitt. Alle Haare haben dabei die gleiche Länge zwischen unglaublich kurzen 0,5 bis 3 cm Länge. Die Haare stehen ohne Haargel oder Haarspray gleichmäßig vom Kopf ab wie bei einem eingerollten Igel. Manchmal wird auch der Irokesenschnitt als Igelfrisur bezeichnet. Die Irokesen sind Indianer im Nordwesten Nordamerikas, die diesem besonderen Haarschnitt ihren Namen gegeben haben. Dabei werden die Haare bis auf einen 2 bis 3 cm breiten Streifen, der vom Nacken bis zur Stirn reicht, wegrasiert. Der Haarstreifen hingegen wird je nach Länge und Mode nach oben gekämmt und die Haare mit viel Haarlack oder Haarspray zum Stehen gebracht.
Igel aus Mett
Mett ist gehacktes und fein gewürztes Schweinefleisch. In den 1970er Jahren wurde den Gästen einer Party als Brotaufstrich ein Mettigel angerichtet. Dazu bekommt das Mett die Form eines Igels. Seine Stacheln sind aus Zwiebelstiften oder Salzstangen. Für die Augen und Nase nimmt man Oliven- oder Gewürzgurkenscheiben.
„Igel“ im Meer
Der „Igel“ im Meer heißt richtigerweise Seeigel. Er gehört zu den Meeresbewohnern, die Stachelhäuter genannt werden. Zu ihnen gehören ebenfalls Seestern und Seewalze. Das Seepferdchen ist hingegen ein Fisch. Seeigel sind rundliche bis kugelige, wirbellose Tiere. Ihr hartes Körperskelett besteht aus einzelnen Kalkplättchen. Auf dieser Kalkschale sitzen bewegliche Stacheln. An ihren Spitzen kann man sich leicht verletzen, da sie abbrechen und wie Splitter in der Haut sitzen. Seeigel erreichen im Durchmesser eine Körpergröße von 15 cm. Mit Hilfe von kleinen Saugfüßen, die zwischen den Stacheln stehen, bewegen sich die Meeresräuber fort. Kleine Zangen greifen die Beutetiere, geben sie an die Füßchen weiter, die dann die Nahrung zum Mund führen. Das Gebiss des Seeigels nennen Zoologen die Laterne des Aristoteles. Aristoteles hat dieses starke Mundwerkzeug der Seeigel als Erster in seinen Schriften dargestellt. Er war ein großer Philosoph, aber auch Natur- und Politikwissenschaftler der griechischen Antike.
Jetzt aber schnell zurück zum echten Igel.
Text: Nicole Potthof
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