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Hühner-Spezial
Küken im Ei

Wie kommt das Huhn ins Ei?

Am Anfang war das Ei.

In der langen Entwicklungsgeschichte der Vögel schlüpfte vor etwa 65 Millionen Jahren der erste Hühnervogel aus einem Ei.

Bis sich allerdings aus diesen Hühnervögeln die Vorfahren unserer Haushühner entwickelten, vergingen nochmals viele Millionen Jahre.

Für Schlauwebbis
Alle Lebewesen haben einen gemeinsamen Vorfahren. Sie unterliegen einem ständigen Wandel und entwickeln sich dadurch weiter. Aus einfachen Organismen entwickeln sich höhere Lebewesen: Das ist Evolution.

Doch wie kommt das Huhn ins Ei? Ein Huhn legt fast jeden Tag ein Ei.

Das heißt innerhalb von 24 Stunden entwickelt sich in ihrem Körper aus einer kleinen Eizelle ein bis zu 73 g schweres Hühnerei.

Aber nicht in jedem dieser Eier steckt ein kleines Huhn. Küken schlüpfen nur aus Eiern, die vom Hahn befruchtet wurden.

Dazu muss eine kleine Eizelle eines Huhns mit der kleinen Samenzelle eines Hahns verschmelzen. In einem befruchteten Hühnerei reift auf dem Eigelb aus der Ei- und der Samenzelle eine Keimscheibe heran. Nach dem das Ei gelegt ist, ist die Keimscheibe etwa 4 mm groß und besteht aus vielen neuen, kleinen Zellen.

Brüten - jetzt wird’s warm!

Vögel halten ihre Eier schön warm, im dem sie sich auf das Gelege setzen. Das Federkleid kann die Körperwärme der Vögel besonders gut speichern. Vielleicht hast du schon einmal selbst unter einer mit Daunenfedern gefüllten Bettdecke geschlafen? Dann weißt du, wie mollig warm es darunter wird. Diese Wärme benötigen die Vogeleier, damit die Jungtiere darin wachsen und gedeihen können.

In Aufzuchtstationen ersetzen sogenannte Brutschränke oder Brutapparate die Wärmeversorgung durch das Muttertier.Eine Henne „sammelt“ zunächst über vier Wochen die befruchteten Eier im Hühnernest. Erst dann setzt sie sich zum Brüten auf ihr Gelege. Für die Küken ist das der Startschuss ins Leben. Rund 21 Tage lang wird die Henne das Gelege ab jetzt nur zwei Mal am Tag verlassen, um selbst Nahrung aufzunehmen.Von der Keimscheibe zum JunghuhnNach 3 Tagen kann man auf dem Eigelb eines angebrüteten Eis feine Blutgefäße erkennen. Dazu wird das Ei durchleuchtet. Nach etwa 6 Tagen haben die Blutgefäße das Aussehen eines Spinnennetzes angenommen.

Über die Blutgefäße wird das ungeborene Küken mit Nährstoffen aus dem Eigelb und dem Eiweiß versorgt. Im Laufe von weiteren 11 Tagen wächst das Küken im Ei heran, bis es kaum noch Platz hat. Nach spätestens 21 Tagen durchstößt das kleine Hühnchen mit einer Verhornung auf dem Schnabel die Eierschale und schlüpft hinaus. In den ersten Tagen braucht das Küken noch kein Futter, denn ist noch ganz satt vom Eigelb. Sein Federkleid besteht aus weichem Flaum, der nach dem Schlüpfen noch ganz feucht ist. Im Laufe von etwa 26 Wochen wächst aus dem 30 g leichten Küken ein großes Junghuhn heran.

Text: Nicole Potthoff

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