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Grips & Mucki – Bewegung macht Spaß und schlau!
Hüpfen, springen, rennen – jedes Kind bewegt sich von Natur aus gern.
Erst durch Fernseher, Computer & Co. wird aus einem Spring-ins-Feld ein
Schlapp-zehr-ab ohne Ausdauer und Muckis mit gestörten oder fehlenden Bewegungsabläufen. |
Kaum ein Kind beherrscht heute eine Rolle-vorwärts/Rolle-rückwärts geschweige einen Seitstütz. Statt zu laufen, fangen die meisten Kinder ab einem Kilometer Wegstrecke an zu schnaufen oder zu jammern. Kommt dann noch ein Übergewicht dazu, ist im Verlauf der Entwicklung mit weiteren z. T. schwerwiegenden Gesundheitsstörungen zu rechnen.
Bewegung fängt im Alltag an, nicht erst mit dem Eintritt in einen Sportverein oder dem Schulsport. |
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Bewegung macht stark, glücklich und schlau!
Bei kleinen Kindern setzt sich Wissen erst durch Bewegung um. Damit ein Kind ein Dreieck zeichnen kann, muss es ein Dreieck zunächst einmal gelaufen sein. Die sogenannte motorische Entwicklung ist nachweislich mit der Sprachentwicklung verbunden. Durch Sport- und Bewegungsspiele trainieren Kinder ihre Körperwahrnehmung. Auf diese Weise dient die Bewegung auch der Unfallverhütung. In der Gruppe schult sie zudem das Sozialverhalten der Kinder.
Wir haben hier einige lustige Bewegungsspiele für drinnen und draußen zusammengestellt. Für die Kleinsten eignen sich Kniereiter und Fingerspiele, daher eröffnen sie unseren fröhlichen Spielereigen.
Kniereiter
Hoppe, Hoppe Reiter,
wenn er fällt, dann schreit er.
Fällt er in den Graben,
fressen ihn die Raben.
Fällt er in die Hecken,
fressen ihn die Schnecken.
Fällt er in das grüne Gras,
macht er sich die Hosen nass.
Fällt er in das Wasser,
dann macht er sich noch nasser.
Fällt er in den Sumpf,
dann macht er Reiter
Plumps!
Schacke, schacke Rillchen,
wir reiten auf dem Füllchen.
Wenn wir größer werden,
reiten wir auf Pferden.
Mach das Pferdchen tripptrapp,
wirft den kleinen Reiter ab.
Weitere Bewegungsspiele mit und ohne Pferd sowie Fingerspiele findest du in unserem Pferde-Spezial.
An die Kartoffeln/Zwiebeln/Kürbisse, fertig, los!
Für dieses Spiel benötigen die Kinder Platz, da es sich um ein Bewegungsspiel handelt. Daher sollten Tische und Stühle beiseite geräumt werden. Es ist eine Abwandlung des Spiels „Alle Vögel fliegen hoch“. Kürbisse, Kartoffeln, Möhren, Äpfel, Zwiebeln- jeweils jedes Obst bzw. Gemüse für sich - werden in Körben im Raum verteilt. Die Kinder stehen oder sitzen zu Beginn in der Mitte des Raumes.
Der Spielleiter ruft nun: „Alle Kartoffeln wachsen unter der Erde!“ Da die Aussage richtig ist, sollten nun alle Kinder zum Kartoffelkorb laufen. „Alle Kürbisse wachsen an einem Ast!“ Jetzt sollte sich kein Kind bewegen, falls doch ein Kind zum Kürbis gelaufen ist, muss es aussetzen (1x/2x …) oder ausscheiden.
„Alle Zwiebeln wachsen am Zwiebelbusch!“
„Alle Birnen wachsen am Baum!“
„Alle Äpfel schmecken salzig!“
„Alle Kürbisse sind blau!“
„Alle Bohnen schmecken scharf!“
„Alle Pflaumen haben einen Kern!“
„Alle Möhren haben einen Stein!“
usw.
Die Abwandlung dieses Spiels könnte eine Geschichte sein, in der die Feld- und Gartenfrüchte benannt werden. Fällt der Name der Erntegabe, müssen die Kinder zu dem Obst oder Gemüse im Raum laufen. Dieses Spiel ist etwas ruhiger.
Weitere Spiele rund um Obst und Gemüse findest du in unserem Ernte-Dank-Spezial.
Kürbis-Rugby auf der grünen Wiese
Dazu wird ein mittelschwerer fester Kürbis benötigt. Es werden zwei Mannschaften, bestehend aus je 2 – 5 Spielern, gebildet. Auf der Wiese wird ein möglichst großes Spielfeld, mit Bändern am Boden oder Kleidungsstücken als Eckpunkte, festgelegt (max. 15 x 30 m).
Ziel des Spiels ist es, den Kürbis unbeschadet hinter der Grundlinie der gegnerischen Mannschaft abzulegen. Der Kürbis darf getragen oder auch geworfen werden. Der Spieler mit dem Kürbis darf nicht gehalten, umklammert oder angerempelt werden. Ein bis zwei Ersatzkürbisse sind ganz sinnvoll, damit der Spaß nicht allzu schnell zu Ende ist.
Weitere Spiele rund um den Kürbis findest du in unserem Kürbis-Spezial.
Rinn’ mit den Kartoffeln, raus mit den Kartoffeln!
Das Sprichwort heißt eigentlich richtig: „Rinn in die Kartoffeln, rut ut de Kartoffeln!“ und meint damit eine Sache, die erst so und kurze Zeit später anders gemacht wird. Es kann einen schon ganz wuschlig machen, wenn sich jemand nicht entscheiden kann. Den Spielern dieses Spiels wird es wohl ähnlich gehen, denn der Spielleiter weiß auch nicht so recht, was er eigentlich will. Zunächst werden pro Mitspieler etwa 10 Kartoffeln in einen Kreis gelegt. Dieser kann aus Kreide gemalt oder aus einem Springseil gelegt sein. Nun werden alle Kartoffeln im Kreis verteilt. Die Spieler setzen sich in einem Abstand von etwa 3 bis 5 Metern um den Kreis herum. Wenn der Spielleiter ruft: „Raus mit vier Kartoffeln!“ laufen alle Spieler zum Kreis und schnappen sich vier Kartoffeln. Vielleicht ruft der Spielleiter nun: „Raus mit zwei Kartoffeln!“, dann holen sich die Spieler weitere zwei Kartoffeln. Es könnte aber auch sein, dass der Spielleiter ruft: „Rein mit zwei Kartoffeln!“, dann müssen die Spieler wieder zwei Kartoffeln in den Kreis zurücklegen. Wer nicht aufpasst und zu wenige oder zu viele Kartoffeln an seinem Startplatz liegen hat, scheidet aus. Der Spielleiter sollte hingegen gut im Kopfrechnen sein oder sich seine Spielzüge vorher aufschreiben. Noch schwieriger wird das Spiel, wenn neben der Anzahl der Kartoffeln auch Bewegungsanweisungen erteilt werden: „Im Gänsemarsch - raus mit zwei Kartoffeln!“ oder „Im Häschensprung - rein mit einer Kartoffel!“ Fantasie ist gefragt, wenn der Spielleiter ruft: „Auf allen Vieren - rein mit drei Kartoffeln!“
Kartoffelberge versetzen
Es werden Mannschaften gebildet, deren Aufgabe es sein wird, einen Kartoffelberg innerhalb kürzester Zeit von Punkt A nach Punkt B zu abzutragen. Klingt leicht, aber das Vorhaben wird durch einen Parcours aus verschiedenen Materialien, landschaftlichen Hindernissen oder Spielgeräten wie einer Rutsche oder einem Rody, der zu reiten ist, erschwert. Wenn der Spielleiter dann zusätzlich auch noch verschiedene Fortbewegungen beim Wettrennen einfordert, wird von den Spielern der größte Einsatz verlangt. Spiel und Spaß garantiert.
Kartoffelschleuder
Für dieses Spiel werden ausgediente Socken, Kartoffeln und ein großer Sandkasten in der Nähe benötigt. Jeder Mitspieler erhält eine Kartoffelschleuder, dazu wird eine Kartoffel in eine Socke gesteckt. Nun wird sich in einer Reihe in einem entsprechenden Abstand zum Sandkasten aufgestellt. Jeder Spieler versucht nun, seine Kartoffelschleuder so weit wie möglich in den Sandkasten zu schleudern. Weitere Spiele rund um die tolle Knolle findest du in unserem Kartoffel-Spezial.
Ball und Stockspiele findest du in unserem Indianerspezial.
Der Ritterkampf
Jeweils zwei Kinder bilden ein Team. Dabei ist einer von beiden das Turnierpferd und nimmt das andere Kind, den Ritter, huckepack. So treten verschiedene Teams gegeneinander an und versuchen den gegnerischen „Ritter“ von seinem „Pferd“ zu ziehen. Das erfolgreichste Team ist der Gewinner des Turniers und erhält einen Preis. Als Abwandlung können die Rittergespanne auch Wettrennen veranstalten.
Das Ringstechen
Wieder bilden zwei Kinder das Team „Ritter und Pferd“. An einem Ast oder an einer stabilen Wäscheleine wird ein Plastikring, mit einem ca. 20 cm großen Durchmesser, etwa 1,50 m über dem Boden aufgehängt. Das Rittergespann muss nun versuchen, im Vorbeilaufen den Ring mit einem Besenstiel zu treffen. Als Abwandlung kann auch ein mit Wasser oder Sand gefüllter Luftballon als Ziel dienen, der zum Platzen gebracht werden muss. Das Ritterteam darf aber vor dem Ring oder dem Ballon nicht stoppen, sondern muss aus der Vorwärtsbewegung heraus das Ziel treffen.
Die Burg brennt
Eine Spielmöglichkeit, bei der die Beete des Burgherrn gegossen werden können. Die Blumenbeete sind in diesem Fall die „brennende Burg“, die von den Rittern und Burgfräulein mithilfe einer Wasserkette gerettet werden muss. Auch hier können zwei Teams gegeneinander antreten. Welcher Brand wird zuerst gelöscht?
Weitere Spiele für Burgfrauen und Ritter findest du in unserem Ritter-Spezial.
In unserem Fußball-Spezial erfährst du, wie man einen Fußball bewegt oder mit der „Pille“ trainiert.
Seeschlacht an Land
Dieses Spiel ist nur für einen heißen Sommertag im Garten geeignet. Ihr benötigt zwei Mannschaften aus jeweils 3 Kindern. Jede Mannschaft erhält mindestens 10 Wasserbomben, das sind mit Wasser gefüllte Luftballons und ein großes quadratisches Baumwolltuch. Die Mannschaften stellen sich gegenüber auf. Der Abstand ist dem Alter der Kinder entsprechend anzupassen, sodass das Werfen und Fangen auch erfolgreich ist. Jeweils zwei Kinder einer Mannschaft halten das Baumwolltuch straff zwischen sich gespannt, wie flachgelegtes Segel. Das dritte Kind ist der Werfer oder Kanonier, der seine Wasserbomben vor sich im Gras liegen hat. Nun bewerfen sich die Mannschaften gegenseitig mit den Wasserbomben, die von den Kindern mit den Tüchern aufgefangen werden sollten, damit die eigene Mannschaft weitere Munition hat. Die Werfer versuchen natürlich so zu werfen, dass die andere Mannschaft nass wird und selbst nicht zum Fangen oder Werfen kommt. Die Mannschaft, die keine Wasserbomben mehr werfen kann, hat verloren.
Weitere lustige Spiele für kleine Seeräuber findest du im Piraten-Spezial.
Luftballontanz
Zu lustiger Musik müssen zwei Kinder während des Tanzens einen aufgeblasenen Luftballon zwischen ihren Bäuchen halten. Das Paar, das seinen Luftballon fallen lässt, scheidet aus.
Anstelle der Luftballons kann der Tanz auch mit Apfelsinen oder verschieden großen Bällen stattfinden.
Alle Hexen, Piraten, Ritter usw. stehen auf …
Eine Faschingsvariante aus Alle-Vögel-fliegen-hoch und Stopptanz
Alle Kinder tanzen zu lustiger Musik durch den Raum. Der Spielleiter stoppt nun die Musik und ruft: „Alle Hexen stehen auf einem Bein!“ Nun dürfen selbstverständlich nur die Kinder im Hexenkostüm auf einem Bein stehen. Im nächsten Durchgang ruft der Spielleiter: „Alle Cowboys und Piraten heben die Hände hoch!“ oder „Alle Prinzessinnen stellen sich schlafend!“ Wer die Anweisungen des Spielleiters nicht befolgt, darf sich setzen.
Weitere Spiele nicht nur für die närrische Zeit findest du in unserem Fasching-Spezial.
Text: Nicole Potthoff
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