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Elch- Rentier-Spezial
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Elch-Rentier-Spezial
Elch

Elche – Wo laufen sie denn …?

Ja, das ist eine gute Frage! Die scheuen Tiere bekommt man in freier Wildbahn selten zu sehen. Elche leben im Norden Europas, Nordamerikas und Nordasiens.
Häufiger als das Tier selbst, sieht man in Schweden, Norwegen, Finnland oder Kanada dagegen an den Straßenrändern große dreieckige Warntafeln, auf denen ein Elch abgebildet ist. Kennst du das Verkehrszeichen „Achtung Wildwechsel!“? Auf diesem Schild warnt das Bild eines springenden Rothirsches die Autofahrer vor Rehen, Hirschen oder Wildschweinen, die ganz plötzlich die Straßenseiten wechseln können. Wildwechsel kommen im Herbst in der Dämmerung besonders häufig vor, weil die Tiere auf Futtersuche sind. Wildwechsel Verkehrszeichen

Der Elch gehört zur Familie der Hirsche, genauer gesagt zur Unterfamilie der Trughirsche. Früher wurde er im Deutschen auch Elen oder Elentier genannt.

Das klingt mehr einem Fabeltier und tatsächlich galt der Elch im Mittelalter als ein Tier voller Magie. Bei den Indianern hat der Elch die Bedeutung eines Totem- oder Krafttieres.

Für Schlauwebbis:

Trughirschen fehlt, im Gegensatz zu Echten Hirschen, die unterste Geweihsprosse, die sich oberhalb der Augen befindet. Daher nennt man diese Geweihsprosse auch Aug- oder Augensprosse. Außerdem haben Trughirsche keine Tränengrube. Das ist eine Drüse, die bei den Echten Hirschen über den Augen sitzt, und mit der sie ihr Revier markieren. Beide Hirscharten haben jeweils zwei kleine Stümpfe an den Füßen. Sie sind Reste von Mittelhandknochen, die sich im Laufe der Evolution zurückgebildet haben. Bei den Trughirschen sitzen die Stümpfe weit unten, bei den Echten Hirschen dagegen weit oben am Fuß.

Ein Elch kann eine Schulterhöhe von über 2 m, eine Länge von bis zu 3 m und ein Körpergewicht von 500 kg erreichen. Damit sind Elche wahre Schwergewichte und Riesen unter den anderen Hirscharten. Das Geweih eines Elchs erinnert an zwei riesige Schaufeln mit großen Zacken. Es wiegt je nach Art des Elches zwischen 15 und 25 kg und erreicht eine Spannweite von bis zu 1,90 m. Mit seinem kurzen und dicken Hals, dem lang gezogenen Kopf und den an Stelzen erinnernden Beinen unter dem massigen Körper wirkt der Elch plump und behäbig. Sein oftmals mächtiger Kinnbart und die überhängende Oberlippe verstärken diesen Eindruck.
Doch der Elch ist alles andere als schwerfällig. Er kann sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km pro Stunde fortbewegen.
Das Revier eines Elchs kann einen Umkreis von 300 km umfassen. Die im hohen Norden lebenden Elche wandern sogar jeden Sommer und Winter Strecken bis zu 700 km. Außerdem sind Elche ausdauernde Schwimmer.

Elch am Wald Elche leben in Wäldern mit Seen, sumpfigen Gebieten oder Torfmooren. Um sich auf dem sumpfigen Untergrund fortbewegen zu können, sind die Hufe mit einer dehnbaren Spannhaut verbunden. So können die Tiere ihr „Zehenpaar“ weit auseinanderspreizen und sinken nicht ein. Der Wald mit Laubbäumen wie Birken oder Pappeln, Sumpf- und Wasserpflanzen, Moosen, Kräutern und Flechten ist die große Speisekammer der Elche. Sie fressen von den Bäumen das Laub, die Rinde, das Holz und vorzugsweise die Knospen und jungen Triebe der Bäume. Mancherorts richten die Tiere dadurch große Schäden an.
Elche sind Einzelgänger. Nur die Elchkuh bleibt mit ein oder zwei Kälbern bis zu zwei Jahre zusammen. Vereinzelt gibt es auch kleine Gruppen von Tieren, die während der Paarungszeit zusammenleben. Dann ziehen ein Hirsch und eine Hirschkuh mit ihren Kälbern gemeinsam durch ein Revier. Während der Wanderungen der Tiere von der Taiga in die Tundra kann man Elchrudel beobachten. Elchkuh mit Kalb

Für Schlauwebbis:

Wolfsrudel, Kuhherde und Vogelschwarm? Wenn mehrere Tiere einer oder verschiedener Arten zusammenleben, bezeichnet man sie als Gruppe oder Verband. Eine solche Gruppe kann aus einem Paar, 3, 10, 100 oder über 1.000 Tieren bestehen. Die Begriffe „Rudel“ oder „Herde“ sind nur schwierig voneinander zu unterscheiden. Die Gemeinschaften von Wölfen, Löwen, Ratten oder Hirschen werden Rudel genannt. Bei Huftieren wie Rindern oder Pferden spricht man von Herden. Fische, Vögel oder Bienen leben als Schwarm zusammen.
Elch mit Katze Das lange, dichte, dunkelbraune Fell des Elchs ist nicht nur Schutz gegen die Kälte, Schnee oder Regen. Es ist gleichzeitig seine Tarnung, weil er sich dadurch kaum von der Waldumgebung abhebt. Da fällt es sogar den Jägern schwer, einen Elch von einem Baum zu unterscheiden. Nur in der Paarungszeit, der so genannten Brunft, gegen Ende des Sommers oder im frühen Herbst, „kracht“ es ganz ordentlich im Wald. Denn die Hirsche liefern sich mit ihren Geweihen einen Zweikampf, um die Elchkühe zu beeindrucken.
Dann sind die mächtigen Tiere weder zu überhören, noch zu übersehen.

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