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Apfel – Wusstest du schon, …?
... dass der Holzapfel und der Zwergapfel Wildapfelsorten sind, aus denen die heute gezüchteten Äpfel hervorgegangen sind? Die beiden ältesten Apfelsorten stehen in Apfelwäldern Westasiens. Sie sind klein, recht hart und schmecken säuerlich herb. Das Ursprungsgewächs aus dem der Apfel entstanden ist, ist die Rose. Die Blüten der Apfelbäume erinnern auch an die Verwandtschaft mit der Familie der Rosengewächse. |
… dass Äpfel ein „Reifungsgas“ verströmen? Es handelt sich um das farblose, leicht süßlich riechende Ethen oder Äthen. Werden Äpfel zusammen mit Birnen oder Kiwi aufbewahrt, reifen diese Früchte schneller nach. Legt man eine grüne Tomate zusammen mit einem Apfel in eine Plastiktüte, reift die Tomate nach und wird schneller rot. Auch Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen verströmen sehr stark Ethen.
… dass Fruchtfliegen Äpfel besonders gerne mögen? Sie stechen die Äpfel an, saugen den Saft und legen ihre Eier auf der Obstschale ab. Das ist zwar für uns Menschen unschädlich, aber die Äpfel oder anderes Obst verderben schneller, weil die Fruchtfliegen auch Fäulnisbakterien hinterlassen.
… dass die meisten Apfelsorten im kühlen Keller oder im Kühlschrank bei 4°C am besten aufgehoben sind. Nicht alle Apfelsorten eignen sich für die Lagerung, aber die im Handel angebotenen Sorten wie Gala, Elster, Cox & Co. schon. Oft werden sie in großen Tüten angeboten, die bereits Luftlöcher haben, so verpackt halten es die Äpfel an einem dunklen, kühlen Ort lange aus. Der gesündeste Apfel ist und bleibt jedoch der selbstgepflückte und noch auf der Obstwiese verspeiste Apfel.
Übrigens sind die Unterschiede in der Lagerung der verschiedenen Sorten auch ein Grund dafür, warum wir auf dem Markt oder im Laden von den vielen unglaublich verschiedenen Apfelsorten nur vier bis sechs angeboten bekommen: nicht alle Apfelsorten lassen sich über einen längeren Zeitraum so lagern, dass der Apfel zum Verkauf ansehnlich bleibt.
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… dass der Apfel auch ein gutes Hausmittel ist? Neben den vielen gesunden Vitaminen und Ballaststoffen, die vor allem in der Apfelschale stecken, hilft ein geriebener Apfel gegen Durchfall. Mit einem gekochten Apfel kann man eine Verstopfung lindern. Ein englisches Sprichwort besagt: Isst man einen Apfel am Tag, kommt der Doktor nicht ins Haus. Das kleine Gedicht sagt jedoch noch mehr: |
An apple a day keeps the doctor away
Apple in the morning - Doctor's warning
Roast apple at night - starves the doctor outright
Eat an apple going to bed - knock the doctor on the head
Three each day, seven days a week - ruddy apple, ruddy cheek
Einen Apfel am Tag hält den Doktor fern.
Apfel am Morgen und der Doktor ist gewarnt.
Gebratener Apfel in der Nacht lässt den Doktor am Hungertuch nagen.
Iss einen Apfel vor dem Zubettgehen und der Doktor wird überflüssig.
Drei am Tag, sieben Tage in der Woche und der rote Apfel macht rote Wangen.
… dass in einem Museum der Stadt Bensberg seit 1999 ein Apfelbaum steht, an dem sieben verschiedene Sorten Äpfel wachsen? Jede Apfelsorte steht für eine andere Religion. Dieser ganz besondere Apfelbaum ist ein Symbol für das friedliche Miteinander und die Verständigung der Religionen untereinander. Der Apfel gilt nicht nur als religiöses Symbol, dass die Erde darstellt oder als „verbotene Frucht“ für Aufregung im Paradies sorgt, er gilt auch als Zeichen der Macht z.B. als Reichsapfel.
… dass der Apfel auch in vielen Legenden und Märchen eine Rolle spielt? Schneewittchen isst ein vergiftetes Apfelstück. Bereits in der Antike gibt es Geschichten vom „goldenen Apfel“ der ewige Jugend spendet. Er ist Liebesfrucht und Trophäe zugleich. Bei Frau Holle ist die Pechmarie zu faul, die reifen Äpfel vom Baum zu schütteln. Der Schweizer Nationalheld Wilhelm soll der Sage nach seinem Sohn mit der Armbrust einen Apfel vom Kopf geschossen haben. Und letztendlich bringt der Heilige Nikolaus nicht nur Nüsse, sondern vor allem Äpfel.
… dass Äpfel am Weihnachtsbaum eine besondere Bedeutung haben? Nicht nur, dass rote Äpfel am Weihnachtsbaum hübsch anzusehen sind, sie sind auch ein Zeichen für die Christen, dass sie durch die Geburt Christus wieder ins Paradies zurückkehren können.
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... dass „Erdapfel“ ein anderer Name für die Kartoffel ist? In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz ist die Kartoffel ein Erdapfel. |
| … mit Paradiesapfel nicht nur eine bestimmte Apfelsorte, sondern auch die Tomate gemeint ist? Die Tomate wird auch Liebesapfel genannt. |
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… dass der große deutsche Dichter und Dramatiker Friedrich Schiller den Duft verfaulender Äpfel mochte und dieser ihm zu manch Geistesstreich verführte?
Dem englische Physiker Sir Isaak Newton, musste erst ein Apfel auf den Kopf fallen, damit er das Prinzip der Schwerkraft erkannte.
Wie es um den sprichwörtlichen Apfel steht, kannst du hier nachlesen.
Text: Nicole Potthoff |