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Stille Post Geschichte

Stille Post – oder wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht

Am Spiel „Stille Post“ sollten mindestens fünf Kinder teilnehmen. Je mehr Mitspieler sich finden, umso lustiger wird das Spiel. Das erste Kind denkt sich ein zusammengesetztes Wort aus, das durchaus frei erfunden sein kann.

Dieses Wort flüstert das Kind nun dem zweiten Kind ins Ohr.

Das Wort wird aber nur einmal geflüstert.

Dann „wandert“ es vom zweiten Kind zum nächsten und so weiter, bis es wieder beim ersten Kind ankommt.

Jetzt sind alle gespannt, ob sich das Wort verändert hat.

Dieses Spiel bietet unterschiedliche Spielmöglichkeiten. Anstelle eines Wortes wird ein ganzer Satz oder eine kleine Geschichte geflüstert. Oder man spielt es als Pantomime, dann müssen sich alle Kinder hintereinander aufstellen. Das erste Kind tippt dem vor ihm stehenden Kind auf die Schulter. Das ist das Signal, dass es sich umdrehen darf, um sich die Pantomime anzusehen. Sobald das Wort oder der Begriff verstanden worden ist, wird es dem nächsten Mitspieler gezeigt. Es ist sinnvoll die Bedeutung der ersten Pantomime auf einen Zettel zu schreiben.

Wie sehr sich Geschichten im Laufe ihrer Weitergabe verändern, soll auch folgendes Spiel zeigen:
Wieder sollten mindestens fünf Kinder teilnehmen. Das erste Kind bleibt allein im Raum, die anderen vier Kinder gehen vor die Tür und werden später einzeln in das Zimmer geholt. Der erste Spieler denkt sich eine Geschichte oder Begebenheit aus, in der viele Einzelheiten erwähnt werden. Nacheinander werden die Kinder ins Zimmer gerufen, hören sich die Geschichte an und erzählen sie dem nachfolgendem Kind. Alle, die die Geschichte bereits kennen, dürfen sich nichts anmerken lassen, wenn sie mit Abweichungen oder Änderungen weitererzählt wird.

Gerade diese Abweichungen und Änderungen zeigen, dass jeder Mensch Situationen anders wahrnimmt und wiedergibt. In unserem Spiel kann das ganz lustig sein, wenn es sich aber um eine ernste Sache handelt, hört der Spaß sehr schnell auf.
Auf diese Art und Weise werden nämlich auch Gerüchte in die Welt gesetzt, das sind Nachrichten, von denen niemand so genau sagen kann, ob sie wahr oder unwahr sind. Gerüchte sind oft eine Mischung aus Wahrheit und Erfindung. Für die meisten Menschen sind sie gerade deshalb so spannend.

Für unsere „Stille Post“-Geschichte haben wir uns folgendes Beispiel ausgedacht:

Die kleine Frau Meier erzählt ihrer dicken Nachbarin Frau Schmitt gerne Geschichten aus der Nachbarschaft. Kürzlich hat sie zwei unbekannte Männer beobachtet, der eine war groß, der andere hager, die in alle Mülltonnen geschaut haben. Frau Meier fand das Verhalten der beiden richtig unangenehm und wollte schon die Polizei rufen. Wer weiß denn, was die beiden dort gesucht haben?

Um vergleichen zu können, was am Ende aus der Geschichte geworden ist, sollte sie kurz aufgeschrieben werden. Unsere Geschichte beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit. Die beiden Männer waren Mülldetektive der Abfallgesellschaft, die kontrolliert haben, ob der Müll im Wohngebiet ordentlich getrennt wird. Was hast du denn gedacht?

Kidsweb-Tipp:

„Stille Post“ mit dem Fingerzeichen-ABC, das leicht zu lernen ist.

 

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