… dass Erstklässler auch ABC-Schützen genannt werden?
Weitere Bezeichnungen sind i-Männchen, i-Dötzchen oder i-Dötzken, Abecedarier und ABC-Schüler.
… dass Menschen, die weder lesen noch schreiben können, Analphabeten genannt werden?
Etwa 862 Millionen Menschen auf dieser Erde können nur sehr wenig bis gar nicht lesen und schreiben. 4 Millionen Menschen sind in Deutschland Analphabeten, obwohl sie die Schule besucht haben. |
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Sie haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis und entwickeln im Laufe ihres Lebens verschiedene Strategien, damit ihr Analphabetismus nicht auffällt. Es gibt viele Projekte, die sich weltweit gegen Analphabetismus einsetzen.
… dass Legasthenie, die Lese-Rechtschreib-Schwäche, nichts mit Analphabetismus zu tun hat?
Kinder und Erwachsene mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche haben Schwierigkeiten, das gesprochene Wort in Schrift umzusetzen und umgekehrt. Wird diese Schwäche rechtzeitig erkannt, kann ein Kind trotzdem sehr gut lesen und schreiben lernen. Die Dyskalkulie ist eine Rechenschwäche, bei der die Kinder Schwierigkeiten haben z.B. Mengen zu erfassen.
Das mathematische Denken ist nicht so gut bis gar nicht ausgeprägt, kann jedoch mit verschiedenen Methoden trainiert werden. Unter Dyslexie versteht man das Unvermögen Texte und Wörter zu lesen bzw. zu verstehen, obwohl die Kinder normal hören und sehen können. Kindern, die von einer Alexie betroffen sind, sind nicht dazu in der Lage zu lesen.
… dass der Buchstabe E am häufigsten in deutschen Texten vorkommt?
Der Buchstabe D ist der häufigste Anfangsbuchstabe und auf N enden die meisten die Wörter. Das am häufigsten geschriebene Wort ist „der“.
… dass das längste deutsche Wort aus 80 Buchstaben besteht?
Die „Donaudampfschifffahrtselektrizitätenhauptbetriebswerkbauunterbeamtengesellschaft“ steht im Guinness-Buch der Rekorde. Ob es diese Gesellschaft jedoch tatsächlich gibt, ist unbekannt. Weitere kuriose Buchstabenansammlungen finden sich im Namen eines walisischen Bahnhof, der „Gorsafawddacha'idraigodanheddogleddollônpenrhynareurdraethceredigion“ heißt.
Auch Wissenschaftler vergeben manchmal kleinen Tierchen lange Namen: Ein kleiner Flohkrebs aus dem Baikalsee erhielt bei seiner Entdeckung 1927 den unglaublichen Namen „Gammaracanthuskytodermogammarus loricatobaicalensis“. Dafür waren die Forscher bei dem Namen „Aa“ als Gattungsname für ein Weichtier und für eine Orchidee weitaus weniger erfinderisch oder hatten einen schlechten Tag. Vielleicht kannst du erraten, welchem prominenten Sportler die Meeresschnecke „Bufonaria borisbeckeri“ ihren Namen zu verdanken hat?
… dass Kryptologie, die Lehre von der Verschlüsslung von Nachrichten ist?
Dazu gehören alle Formen der Geheimschriften, um den Inhalt eines Texts vor dem Lesen durch Unbefugte zu schützen. Die Navajo entwickelten zum Beispiel im 2. Weltkrieg einen komplizierten Code, mit dem militärische Nachrichten verschlüsselt wurden. Der „Navajo-Code“ war so ausgeklügelt, dass es den Militärgegnern nicht gelungen ist, ihn zu knacken.
… dass Kalligrafie, die Kunst des schönen Schreibens von Hand ist?
Wer eine schöne Handschrift hat, ist zu beneiden. Kalligrafen sind die Künstler der Handschriften. Ihre Schriftzeichen sind nicht nur schön, sondern sollen auch Gefühle widerspiegeln. Chinesische Schriftzeichen werden von Kalligrafen schwungvoll gemalt, ohne den Pinsel abzusetzen.
… dass das kleinste Buch der Welt gerade einmal die Größe eines Streichholzkopfes hat? Es ist genau 2,4 x 2,9 Millimeter groß und hat 32 Seiten. Das größte Buch der Welt ist ein Bildband und hat die Maße 3,07 m x 3,42 m.
… dass Konrad Duden in seinem 1880 erschienenem Werk „Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ den Grundstein für die deutsche Rechtschreibung gelegt hat?
Herr Duden war mit ganzem Herzen Gymnasiallehrer. Er ärgerte sich sehr darüber, dass es Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland keine einheitliche Rechtschreibung gab. Nach den Veröffentlichungen von ersten Rechtschreibregeln und einer Anleitung zur Rechtschreibung erschien 1880 sein Hauptwerk. Ab 1902 wurden Konrad Dudens „Regeln für die deutsche Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis“ verbindlich an allen Schulen des Deutschen Reiches unterrichtet. Seitdem gab es insgesamt vier Rechtschreibreformen.
Die letzte Rechtschreibreform von 1996 wurde inzwischen zweimal, nämlich 2004 und 2006, überarbeitet. Seit dem 1. August 2006 haben wir endgültige und verbindliche Regeln für die deutsche Rechtschreibung. Der Rat für deutsche Rechtschreibung, der aus 39 Mitgliedern besteht, davon 18 Deutsche, hat den Auftrag die „Einheitlichkeit der Rechtschreibung“ überall dort zu bewahren, wo deutsch gesprochen wird. Deshalb setzt sich er sich aus Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Bozen-Südtirol und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens zusammen. Doch ob eine Rechtschreibreform oder ihre Überarbeitung tatsächlich an unseren Schulen unterrichtet wird, entscheidet in Deutschland die Kultusministerkonferenz.
Text: Nicole Potthoff
Oder wieder ab ins ABC-Spezial surfen? 
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